Zwei Brüder treffen sich an dem Ort, der früher ihr Rückzugsort war: eine alte Bank voller Erinnerungen. Während Anton und Nick über ihre verstorbene Mutter sprechen, entfaltet sich ein stilles, emotionales Gespräch über Trauer, Kindheit und die Angst, Menschen irgendwann zu vergessen. Zwischen kleinen Erinnerungen, leisen Momenten und unausgesprochenen Gefühlen wird klar: Manche Menschen verschwinden nie ganz. Ein ruhiger Kurzfilm über Verlust, Nähe und das, was von Menschen bleibt.

Der Kurzfilm entstand gemeinsam mit Jugendlichen im Jugendzentrum Second Home im Rahmen eines medienpädagogischen Filmprojekts.


August-Fricke-Schule im Henschelmuseum

Im Rahmen eines Projekts der August-Fricke-Schule Kassel im Henschelmuseum konnten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt. Die medienpädagogische Begleitung zeichnete sich durch ein hohes Maß an Engagement und Fachkompetenz aus und schuf von Anfang an eine Lernatmosphäre, in der nicht nur Inhalte vermittelt, sondern individuelle Entwicklungen gezielt angestoßen wurden.

Besonders bemerkenswert war der konsequent inklusive Ansatz: Auch Schülerinnen und Schüler ohne Lautsprache wurden durch den Einsatz von Talkern selbstverständlich in alle Arbeitsprozesse integriert. Die Teilhabe aller Beteiligten war jederzeit gewährleistet, sodass sich jede und jeder als wichtiger Teil des Projekts erleben konnte.

Abseits gewohnter Unterrichtsstrukturen eröffnete das Projekt neue Zugänge zum Lernen. Individuelle Stärken wurden sichtbar gemacht und sinnvoll eingebracht. Gleichzeitig entwickelten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Medienkompetenz weiter, sondern stärkten auch ihre sozialen Fähigkeiten: Eigenständiges Arbeiten, kooperative Absprachen und eine konstruktive Zusammenarbeit prägten den gesamten Prozess.

 

Das abschließende Filmergebnis spricht für sich und zeigt eindrucksvoll, was gemeinsam erreicht werden kann. Noch bedeutsamer als das Produkt selbst war jedoch der gemeinsame Weg dorthin, der von Engagement, persönlichem Wachstum und echtem Teamgeist geprägt war. Ein Projekt, das weit über den Moment hinaus Wirkung entfaltet und als durchweg erfolgreich bezeichnet werden kann.


The Pause That Dreams Against Erasure von Catherine Opie im Fridericianum

Im Fridericianum war das Projekt Smart Museum TV geleitet von Zeit für Kinder e.V. zu Gast in der Ausstellung „The Pause That Dreams Against Erasure“ von Catherine Opie.

 

Die Ausstellung vereint Fotografien, Filme und Installationen aus über 30 Jahren künstlerischer Arbeit und setzt sich mit zentralen Fragen von Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Einflüssen auseinander. Diese Themen standen auch im Mittelpunkt der praktischen Arbeit der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen.

 

Im Rahmen von Smart Museum TV entwickelten sie eigene kreative Medienbeiträge direkt im Museum. Dabei setzten sie sich intensiv mit den Inhalten der Ausstellung auseinander, reflektierten persönliche Erfahrungen und lernten, wie Kunst gesellschaftliche Themen sichtbar machen und zum Nachdenken anregen kann. Gleichzeitig wurden wichtige Kompetenzen wie Mediengestaltung, Ausdrucksfähigkeit, Perspektivwechsel und selbstständiges Arbeiten gestärkt.


Homberger Synode

Smart Museum TV macht 500 Jahre Homberger Synode lebendig.

 

Im Rahmen des 500-jährigen Jubiläums der Homberger Synode wurde gemeinsam mit der Hermann-Schafft-Schule in  Homberg (Efze) ein besonderes Medienprojekt durchgeführt:  Smart Museum TV..

Die Homberger Synode aus dem Jahr 1526 gilt als bedeutendes Ereignis der Reformationsgeschichte. Sie fand in der Stadtkirche von Homberg statt und hatte maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Protestantismus in Hessen. Ziel des Projektes war es, dieses historische Ereignis nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern anschaulich und zeitgemäß darzustellen.

Im Verlauf des Projektes wurden die geschichtlichen Hintergründe intensiv erarbeitet und die historischen Zusammenhänge analysiert. Dabei entstand eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften.

 

 

Gemeinsam wurde ein Drehbuch entwickelt, geeignete Drehorte wurden recherchiert und die einzelnen Szenen sorgfältig geplant. In der praktischen Umsetzungsphase wurden verschiedene Kameraperspektiven erprobt, passende Kostüme ausgewählt und Rollen vorbereitet. Die Szenen wurden sowohl schauspielerisch als auch technisch umgesetzt. Zusätzlich entstanden Fotografien zur Dokumentation des Projektes. Die aufgenommenen Filmszenen wurden anschließend geschnitten und bearbeitet. Off-Texte wurden eingeübt und professionell eingesprochen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem inklusiven Charakter des Projektes. Texte wurden in Gebärdensprache übersetzt, und es entstanden Gebärdenvideos, um den Film möglichst barrierefrei zugänglich zu machen. Darüber hinaus erfolgte eine Mitwirkung an einem Fernsehbeitrag für die hessenschau.

 

Eine Klassenfahrt mit besonderen Aktivitäten ergänzte die inhaltliche Arbeit und stärkte das Gemeinschaftsgefühl.

Neben der Filmproduktion wurden Plakate gestaltet und Präsentationen vorbereitet, um das Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Auf diese Weise entstand ein vielseitiges und kreatives Werk, das historische Bildung, Medienkompetenz und inklusive Zusammenarbeit miteinander verbindet.

Das Smart Museum TV-Projekt zum Jubiläum der Homberger Synode zeigt, wie Geschichte lebendig, kreativ und nachhaltig vermittelt werden kann. Es verbindet historische Bildung mit moderner Medienarbeit und setzt ein Zeichen für gemeinsames Lernen und gelebte Inklusion.


hohenburg zu Homberg

Smart Museum TV – Geschichte erleben, Medien gestalten

 

Wie fühlt es sich an, vor einer Kamera zu stehen? Was braucht es, um einen eigenen Film zu drehen? Und wie wird Geschichte lebendig, wenn Kinder sie selbst erzählen? Im Projekt Smart Museum TV – Hohenburg & Museum Homberg (Efze) haben Kinder und Jugendliche genau das erlebt: Sie wurden zu Moderatorinnen und Moderatoren, Kameraleuten, Sprecherinnen und Geschichtenerzählern – mitten in ihrer eigenen Stadt. Ausgehend von der Hohenburg und dem Hohenburgmuseum Homberg entwickelten die Teilnehmenden gemeinsam ein Drehbuch, probierten Kameraeinstellungen aus, arbeiteten mit Greenscreen-Technik und setzten historische Inhalte in eigene Worte um. Dabei ging es nicht nur um Fakten, sondern auch um Fragen wie: Was ist wichtig? Was interessiert andere Kinder? Und wie erkläre ich Geschichte so, dass man sie wirklich versteht? Lernen mit Kopf, Herz und Kamera. Besonders eindrucksvoll war für viele Kinder, wie viel hinter einem Film steckt: Texte mussten gekürzt, Szenen mehrfach aufgenommen und Abläufe immer wieder angepasst werden. Im Team lernten sie, sich abzusprechen, Verantwortung zu übernehmen und auch vor der Kamera selbstbewusst aufzutreten. Eine Teilnehmerin beschreibt, dass sie vor allem gelernt hat, wie Filme entstehen, warum man beim Drehen nicht immer alles wortgenau sagen muss – und wie spannend es ist, Geschichte selbst zu erzählen statt sie nur zu lesen.

Genau diese Erfahrung macht Smart Museum TV aus: Kinder merken, dass ihre Stimme zählt. Geschichte wird greifbar. Durch die Verbindung von Originalschauplatz, Museumsexponaten und moderner Medientechnik entstand ein Film, der die Geschichte der Hohenburg anschaulich, kindgerecht und lebendig vermittelt – von den Anfängen der Burg über das Leben auf der Hohenburg bis hin zur Sage der Weißen Frau. Smart Museum TV zeigt: Museen sind keine stillen Orte – sie können Bühnen sein. Geschichte ist nichts Vergangenes – sie lebt, wenn Kinder sie erzählen.

Ein Blick hinter die Kulissen: Unser Ferienfilmprojekt im Hohenburg-Museum - Ein Erfahrungsbericht von Laura:

 

"Als ich im Hohenburg-Museum angekommen bin, dachte ich nicht, dass dieses Projekt so viel Spaß machen würde. Am ersten Tag haben wir uns erst einmal kennengelernt. In den nächsten zwei Tagen haben wir gemeinsam das Drehbuch geschrieben und die Rollen verteilt.

Anschließend sind wir auf die Hohenburg gefahren und haben dort die ersten Szenen gedreht. Später haben wir auch noch im Museum gefilmt. Als ich vor der Kamera stand, war ich sehr aufgeregt. Als dann endlich „Action!“ gesagt wurde, war ich richtig nervös – aber als der Dreh vorbei war, war ich sehr froh und auch ein bisschen stolz.

Besonders lustig war ein Moment, als meine Freundin hinter der Kamera stand und sich die ganze Zeit bewegt hat. Ich musste so lachen, dass es kaum ging, weiterzudrehen.

Bei diesem Projekt habe ich gelernt, wie man einen Film dreht, welche verschiedenen Kameraeinstellungen es gibt und dass man beim Filmen nicht immer alles ganz genau nach Text machen muss. Man darf auch kürzen, improvisieren und kreativ sein. Ich habe bei dem Ferienprojekt mitgemacht, weil ich gefragt wurde – und weil ich neugierig war. Jetzt weiß ich: Es hat sich total gelohnt und richtig Spaß gemacht."

m Rahmen eines Projekts mit dem Museum Haus der Geschichte in Homberg entstand ein ganz besonderes Filmvorhaben. Nach intensiver Recherche, Dreharbeiten und inhaltlicher Auseinandersetzung mit der Geschichte ging es für das Camp nach Holland in die Centerparcs. Dort fand die entscheidende Phase statt: der finale Filmschnitt, das Schreiben der Reden für die Premiere sowie die letzten organisatorischen Vorbereitungen.

Tagsüber wurde konzentriert an Szenen gearbeitet, Interviews gesichtet, Musik ausgewählt und an Moderationstexten gefeilt. Schritt für Schritt entwickelte sich aus vielen einzelnen Aufnahmen ein stimmiger Film. Besonders eindrucksvoll war zu erleben, wie durch Schnitt, Ton und Text eine klare und lebendige Erzählung entstand.

Neben der intensiven Projektarbeit bot das Camp auch Raum für gemeinsame Erlebnisse. Die vielfältigen Freizeitangebote der Centerparcs – vom Schwimmbad bis zu sportlichen Aktivitäten – sorgten für Ausgleich und stärkten den Teamgeist. Diese Mischung aus konzentrierter Kreativarbeit und gemeinsamen Freizeitmomenten machte die Tage in Holland zu einer besonderen Erfahrung. Am Ende stand nicht nur ein fertiger Film, sondern auch ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl, neue Kompetenzen im Bereich Medienarbeit und viele unvergessliche Erinnerungen. Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie Geschichte durch eigenes Gestalten lebendig werden kann.